Nanostrukturierte Oberflächen haben einen wasserabweisenden Selbstreinigungseffekt auch bekannt unter dem Begriff „Lotus-Effekt“.

Technologische Entwicklungen, die auf dieser, aus den siebziger Jahren stammende Entdeckung basieren, ermöglichen es heute schon, diese Prinzipien auch in der Bautechnik zu verwenden.

Nachdem dabei ein hohes Maß an fertigungstechnischen Voraussetzungen gegeben sein muss, bietet sich die Umsetzung im Fertighausbau an.

Anzuwenden ist diese Technologie bei allen außenseitigen Bauelementen der Gebäudehülle. Es sind dies die Außenwände, die Dacheindeckung, sowie die Glasflächen, Fenster und Türkonstruktionen samt den Sonnenschutzelementen und den weiteren außen liegende Konstruktionselementen, wie beispielsweise Geländer, Abdeckungen u.ä.

Ein zusätzlicher Effekt der durch den Einsatz diese Technologie erreicht wird ist der UV-Schutz, der das Ausbleichen der Farbe verhindert.

Anders als bei der Errichtung von Bauwerken (Fertighäuser) in herkömmlicher Bauweise, wo die einzelnen Arbeitsvorgänge von verschiedenen Firmen und Lieferanten für jeden Bauteil gesondert durchgeführt werden, ist es im Fertighausbau leichter möglich, die Technologie auf die Gesamtheit der Bauelemente anzuwenden und in der Produktion unter konstanten Bedingungen mit der optimalen Qualitätskontrolle umzusetzen.

Mit den steigenden Anforderungen an die Ausführung von Bauwerken, auch im Hinblick auf die Gebäuderichtlinie 2020, wird der qualitative Fertighausbau zusammen mit den Möglichkeiten der Nanotechnologie und den weiteren schon bewährten Vorteilen, in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen.